Der Mainzer Verein http://www.ente-bagdad.de hat den 2.Platz im Bereich Integration erhalten (Kategorie Verein)

Der FC Ente Bagdad ist ein Hobby-Fußballclub aus Mainz, der neben der Freude am Sport das gesellschaftliche Engagement in den Vordergrund stellt. Unsere Philosophie wird getragen von Werten wie Toleranz, Respekt, Spaß und Engagement. Herkunft, Kultur, Hautfarbe, Alter, Religion und sexuelle Orientierung spielen bei uns keine Rolle.

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Seit 1973 verbindet uns die pure Lust und Leidenschaft am Fußballspielen sowie die Überzeugung, dass humanistische Werte und Toleranz die Grundlage für ein friedliches und respektvolles Miteinander bilden.

Unser Motto „You’ll never watschel alone“ bedeutet, dass Fußball nicht mit dem Schlusspfiff endet. Deshalb leisten wir zusammen mit unserem Dachverein Vitesse Mayence e.V. auch außerhalb des Platzes einen Beitrag dazu, ausländischen Mitbürgern und Menschen mit Migrationshintergrund die Teilhabe an unserer Gesellschaft zu ermöglichen.

Dieses Zusammenspiel und der Spaß am Fußball machen unsere bunte Truppe zu einer geschlossenen und auch international erfolgreichen Mannschaft.


“Schlau durch Fußball!” So hat das Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” vor einiger Zeit einen Artikel über die Integration von Kindern überschrieben. Es ist unbestritten, dass der Sport einen großen Beitrag zur Integration junger Menschen leistet. Und besonders Sportvereine, Schulen und Verbände spielen bei der Integration ausländischer Mitbürger eine ganz entscheidende Rolle. Aus diesem Grund haben der Deutsche Fußball-Bund und sein Partner Mercedes-Benz vorgestern Abend (26.03.) schon zum elften Mal den Integrationspreis vergeben. In drei unterschiedlichen Kategorien werden fußballerische Projekte und Aktivitäten ausgezeichnet, die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund vorbildlich fördern. Oliver Bierhoff, Schirmherr des Integrationspreises und Manager der Nationalmannschaft zu den Gründen, warum dieser Preis unverzichtbar ist:

O-Ton Oliver Bierhoff

Ich glaube einfach die unglaubliche Anerkennung und die Freude bei diesen Menschen ist die Motivation, immer wieder neue Projekte zu starten. Wir haben für Aufmerksamkeit gesorgt, das ist auch ganz wichtig, sind unserer gesellschaftlichen Pflicht hinterhergekommen. Das ist auch ganz wichtig. Und das aktiviert immer wieder Menschen innerhalb unseres Verbandes, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. (0:17)

Jeweils die drei ersten Preisträger jeder Kategorie waren gestern Abend nach Berlin eingeladen worden. Durch die exklusive Abendveranstaltung gleich am des Brandenburger Tors führte die ARD-Journalistin und Tagesthemen-Sprecherin Pinar Atalay. In der Kategorie “Verein” siegte der FC Altona aus Hamburg, in der Kategorie “Schule” kam die Hans-Tilkowski-Schule aus Herne in Nordrhein-Westfalen auf Platz 1 und die Step Stiftung aus Freiburg wurde in der Kategorie “Freie und kommunale Träger” mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Überreicht wurden die Preise von einem Fußball-Profi, die selbst einen Migrationshintergrund hat und heute Integrationsbeauftragter des DFB ist: vom ehemaligen Nationalmannschaftsstürmer Cacau. Für ihn ist der Fußball ein wichtiges Mittel für die Integration junger Menschen:

O-Ton Cacau

Ja, das ist sehr schön. Ich finde gut, dass die Menschen, die vor Ort ihre Arbeit machen, heute gewürdigt werden, und dass man die Möglichkeit hat, sie kennen zu lernen. Fußball kann wirklich integrieren, vor allem an der Basis, da sehen wir, das es keine Rolle spielt, woher man kommt, welche Sprache man spricht, dass man gern zusammen Fußball spielt und darüber hinaus Freundschaften entstehen, dass einer dem anderen hilft und das kann der Fußball sehr gut. (0:27)

Seit 2007 gibt es den Integrationspreis von DFB und Mercedes-Benz. Für DFB-Präsident Reinhard Grindel ist der große Erfolg und die deutschlandweite Beachtung des Integrationspreises ein Zeichen, dass es immer besser gelingt, Menschen für das ehrenamtliche Engagement für ein besseres Miteinander zu motivieren:

O-Ton Reinhard Grindel

In den großen Städten ist nahezu jedes zweite Kind das geboren wird, eins mit Migrationsgeschichte. Und deswegen ist es ganz entscheidend, dass wir bei der Integrationsarbeit, die Vereine öffnen für Vielfalt, die dann zur Stärke wird, weil es eben gelingt, Mädchen und Jungen in diese Vereine zu integrieren, und das ist das, was wir heute mit besonders vorbildlichen Leistungen von Vereinen, von Schulen, auch von gemeinnützigen Projekten ehren wollen, einerseits um Wertschätzung deutlich zu machen, andererseits aber auch, damit sich andere Vereine etwas davon abschauen können. (0:40)

Der Integrationspreis von DFB und Mercedes-Benz ist der höchst dotierte Sozialpreis in Deutschland. Die Sieger werden für ihr herausragendes Engagement mit einem Mercedes-Benz Vito belohnt, der zweite und dritte Sieger in jeder der drei Kategorien erhalten je 10.000 EUR für ihre Integrationsarbeit. Für Dr. Dirk Jakobs, Leiter Global Diversity Office der Daimler AG, ist das Engagement des Konzerns beim Integrationspreis eine ganz wichtige Aufgabe:

O-Ton Dr. Dirk Jakobs

Wenn man bei uns in die Belegschaft schaut, wir sind eine sehr vielfältige Belegschaft. Wir brauchen Integration, wir brauchen Integration schon seit Jahrzehnten, und dafür haben wir uns immer engagiert, dass Menschen gut miteinander auskommen, klarkommen, denn dann sind sie integriert und können ihre Kompetenzen einsetzen und das ist das, was wir brauchen, also auch das, was gerade auch heute gesellschaftlich brauchen und wir sind ein Abbild der Gesellschaft und wir wollen, dass die Leute entsprechend leistungsfähig sind, und das geht über Integration. (0:30)

Abmoderation:

“Fußball: viele Kulturen – eine Leidenschaft” – unter diesem Motto ist gestern (26.03.2018) der DFB und Mercedes-Benz Integrationspreis 2017 vergeben worden.

Und das sind die Preisträger:

Kategorie Verein:

Sieger: FC Altona 93 (Hamburg) 2. Platz: FC Ente Bagdad, Mainz (Rheinland-Pfalz) 2. Platz: Rot-Weiß Hütte, Troisdorf NRW) Kategorie Schule: Sieger: Hans Tilkowski Schule Herne (NRW) 2. Platz: Janusz-Korczak Förderschule (FLV Westfalen) 2. Platz: Gesamtschule Berger Feld (Hessischer FV) Kategorie freie und kommunale Träger: Sieger: Step Stiftung Freiburg (Baden-Württemberg) 2. Platz: Bolzplatz-Liga buntkicktgut (Iinterkulturelle Straßen-Fußball Liga, z.B. München, Dortmund, Hamburg, Berlin oder Niederbayern) 2. Platz: Fanprojekt Dortmund (NRW)

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